Welche Kriterien werden von dem EU-Reifenlabel bewertet?

Das EU-Reifenlabel bewertet die folgenden Kriterien: den Rollwiderstand, das Bremsverhalten bei Nässe sowie das externe Rollgeräusch. Als Konsument sollte man sich bewusst machen, dass dies zwar wichtige Kriterien sind aber nicht die einzigsten Leistungsmerkmale für Reifen sind, wie anschaulich in der Grafik zur Linken gezeigt wird.
Deshalb wird den Konsumenten empfohlen nicht nur das EU-Reifenlabel in die Kaufentscheidung miteinzubeziehen sondern auch aktuelle Reifentests zu studieren, um weitere wichtige Kriterien wie z.B. das Aquaplaningverhalten und Fahrstabilität zu prüfen.

Als Konsument soll man auch bedenken, dass der Rollwiderstand nicht als einziger Faktor den Kraftstoffverbrauch beeinflusst. Unter anderem tragen auch die Aerodynamik, das Fahrzeuggewicht, der Motortyp, der Klimanlagenbetrieb, die Strassensteigung sowie individueller Fahrstil, der Reifendruck und das Beschleunigungsverhalten zum Kraftstoffverbrauch bei.

Eine weitere interessante Information ist sicherlich, dass bisher ein sehr geringer Rollwiderstand noch unvereinbar mit einer sehr guten Nasshaftung ist. Auf dem heutigen Stand der Technik kann man nicht eins der der Kriterien stark verbessern ohne, dass das andere darunter in seiner Leistungsfähigkeit leidet.

Aufmerksame Konsumenten werden auch bemerken, dass die Nasshaftung bei Winterreifen grundsätzlich schlechter scheint als bei Sommerreifen. Dies ist aber darauf zurückzuführen, dass Winterreifen Gummimischungen für Temperaturen entwickelt werden, die um ein vielfaches unter denen im Sommer liegen. Und bei Winterreifen liegt der Fokus verstärkt auf dem Haftungsvermögen auf vereisten Fahrbahnen.

Auch darf man nicht vergessen, dass das EU-Reifenlabel nur für PKW-Reifen und für Reifen von leichten und schweren Nutzfahrzeugen gilt.
Folgende Reifen sind nicht betroffen:
- runderneuerte Reifen
- professionelle Off-Road Reifen
- Rennreifen
- Spikereifen und bespikebare Reifen, die ohne Spikes geliefert werden
- Reifen, die ausschliesslich zur Montage an Fahrzeugen ausgelegt sind, deren Erstzulassung vor dem 1. Oktober 1990 erfolgte
- Reifen mit einer zulässigen Geschwindigkeit unter 80 km/h
- Reifen für Felgen mit einem Nenndurchmesser ≤ 254 mm oder ≥ 635 mm

Die hier gezeigte Grafik mit den weiteren Reifen Leistungsmerkmalen sind Eigentum des BRV und des  wdk – unter der folgenden Webseite können Sie mehr Informationen finden: www.dasreifenlabel.de.

Reifenmesse 2012 in Essen

Vom 05.-07. Juni schlägt die 27. internationale Reifenmesse in Essen Ihre Pforten auf. Es werden ca. 645 Aussteller aus 44 Ländern erwartet. Die Anzahl der Aussteller im Vergleich zum Vorjahr ist damit um 10% angewachsen. Die Reifen 2012 ist die grösste internationale Reifenmesse weltweit mehr als 2/3 aller Austeller aus dem Ausland. Auf der Messe werden die Sektoren Reifen, Räder und Fahrwerkstechnik präsentiert sowie die Verleihung des Innovation-Awards für zukunftsweisende Neuentwicklungen. Dazu haben 21 Unternehmen aus sechs Nationen insgesamt 28 Bewerbungen eingereicht. Die Bewerbungen werden in drei Kategorien „Technik und Produkte“, „Dienstleistungs-/ Servicekonzepte, Prozessoptimierung“ und „Umwelt- und Ressourcenersparnis“ von einer unabhängigen Fachjury bewertet. Darüberhinaus widmet sich eine Fachtagung des neuen “EU-Reifenlabels“, das ab 1. November 2012 Europaweit gilt.

Intelligente Reifen?

Derzeit wird auf der Messe in Hannover ein sog. “adaptiver Reifen” von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) vorgestellt. Dieser “intelligente Reifen” passt sich selbstständig an Witterung und Untergrund an. Verschiedene Strassenbeläge wie Asphalt oder Schotterpiste spielen dabei keine Rolle oder Witterungen wie Schnee, Regen, Sonne oder Hagel. Automatisch erkennt der Reifen den Untergrund und die Witterung und passt seine Profilrillen an und das Ganze während der Fahrt. Der Fahrer muss nicht mehr an die Anpassung denken.

Der adaptive Reifen funktioniert wie folgt: In der Reifen-Lauffläche werden formändernde Komponenten integriert, die von einer in den Reifen integrierten Steuer- und Regeleinheit aktiviert werden. Dadurch werden die Profilrillen des Reifens (Längs- und Querrillen) einzeln beweglich. Die formändernden Materialien oder Aktuatoren werden in das Laufband oder unter die Karkasse eingearbeitet. Es handelt sich bei dem adaptiven Reifen noch nicht um ein fertiges Produkt aber ein erstes Funktionsmodell ist bereits fertig. Das Patent wurde selbstverständlich schon gesichert. Was diese Erfindung für den Reifenhandel bedeutet – darüber lässt sich bisher nur spekulieren.

Das neue EU Reifenlabel

Ab dem 1. Juli 2012 können alle neu hergestellten Reifen mit einem Effizienzklassen Label gekennzeichnet werden, was dann am 1. November 2012 in der EU in Kraft tritt und dann ein Muss ist. Das neue Effizienlabel gleicht denen von Waschmaschine, Kühlschränken und anderen elektronischen Geräten. Ziel ist eine einheitliche Methodik zu schaffen zur Bewertung von Reifen. Das Label wird dabei die Konsumenten über drei Leistungskriterien des Reifens informieren:
1. Der Rollwiderstand (ein wesentlicher Faktor beim Kraftstoffverbrauch)
2. Die Nasshaftung (ein wichtiger Faktor des Bremsverhaltens)
3. Das Rollgeräusch

Der Vorteil für die Konsumenten ist, dass Sie nun auf einen Blick alle Reifen miteinander vergleichen können und gut informierte Kaufentscheidungen treffen können, die nicht nur Ihren Geldbeutel schonen sondern auch die Umwelt. Sie finden mehr Informationen hier.

Reifen ohne Luft?

Der weltweit führende Reifenhersteller Bridgestone hat einen Konzept-Reifen ohne Luftbefüllung entwickelt, der sicherer und umweltfreundlicher ist als herkömmliche Pneu. Zielsetzung hierbei war: Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu reduzieren.

Bridgestone stellte Ende letzten Jahres auf der 42. Tokio Motor Show 2011 einen neuartige Konzeptreifen vor, der im Gegensatz zu herkömmlichen Reifen ohne Luftbefüllung auskommt. Dies wird durch eine speziell gekrümmte Speichenstruktur möglich, die im Inneren der Reifen ist und das Gewicht des Fahrzeuges trägt. Einzelnen Speichen sind dabei überkreuzt angeordnet, wodurch sie beweglich bleiben und sich laut Bridgestone wie normale Reifen verhalten. Das Ganze wird umgeben von einer Lauffläche aus Gummi.

Durch diese Technologie wird die Gefahr einer Reifenpanne beseitigt. Sowie die Wartung minimiert: denn das Überprüfung des Luftdrucks sowie das Aufpumpen fällt weg.

Aber vorallem sind die Reifen umweltfreundlicher. Da man nicht mehr mit zu geringem Luftdruck fahren kann gibt es keine dadurch ausgelöste Verbrauchssteigerung. Der Clou ist diese Reifen sind zu 100 Prozent recycelbar. Die Speichen sind aus wiederverwendbarem Thermoplast gefertigt und auch die Gummiauflage kann recycelt werden. Bridgestone verfolgt dabei das sogenannte ‚Cradle-to-Cradle‘-Prinzip, d.h. aus alten Reifen können direkt neue gefertigt werden und die verbrauchten Ressourcen können zyklisch wiederverwendet werden. Bei herkömmlichen Reifen dagegen werden schon bei der Produktion viele Rohstoffe benötigt, und das Recycling ist möglich, aber sehr aufwendig. Viele Altreifen werden somit oftmals als Brennstoff verwertet.

Der Ansatz, Reifen ohne Luftbefüllung zu entwickeln, ist nicht wirklich neu, einige Konzepte wurden schon erfolgreich umgesetzt. Allerdings waren bisher keine dieser luftlosen Reifen zur Massenproduktion geeignet. Aber genau das will Bridgestone erreichen. Weitere Tests werden an kleineren Gefährten durchgeführt, bevor dieser Reifen an Standardautos eingesetzt werden kann. Wie lange es allerdings noch dauern wird, bis die Reifen in Serie produziert werden können, ist ungewiss. Aber das vorgestellte Produkt ist ein weitere Schritt hin zu einer umweltfreundlicheren Autoreifenproduktion.

Die “O” bis “O” Regel

Kennen Sie die “O” bis “O” Regel? Von Oktober bis Ostern soll man Winterbereifung auf dem Auto haben. Daraus folgt das man bald seine Reifen wechseln sollte. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, dass Ihre alten Sommerreifen noch über eine ausreichende Profiltiefe verfügen. Vom Gesetz werden dabei mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben aber die Daumeregel hier heist: mindestens 3mm, da sonst das Fahrverhalten bei Nässe viel zu schlecht ist. Oftmals ist die Profiltiefe gebrauchter Sommerreifen unterschiedlich – je nachdem, ob sie zuvor an der Vorder- oder Hinterachse montiert waren. Sollte die Profiltiefe eines Reifens zu weit runter sein, verlangt der Gesetzgeber den unmittelbaren Austausch dabei ist es egal ob alle vier Reifen vom selben Hersteller sind.
Das Gleiche gilt für Reifen, die älter als sechs Jahre sind – unabhängig von der Kilometerleistung. Sie können direkt am Reifen ablesen wie alt er ist, da es auf der Flanke mit der sog. DOT-Nummer (DOT steht für das US “Department of Transportation”) eingeprägt ist. Die DOT-Nr. hat verschlüsselte Informationen zu Produktionsstätte, Reifengröße, Profilbezeichnung und das Alter des Reifens. So bedeutet beispielsweise “0606″, dass ein Reifen in der 6. Woche des Jahres 2006 hergestellt wurde.
Bei der Lagerung Ihrer Reifen sollten Sie folgendes beachten: Kompletträder (Reifen mit Felgen) werden am besten liegend gelagert. Bitte beachten Sie, dass auch intakte Reifen im Laufe von ca. sechs Monaten Luft verlieren. Daher sollten Sie den Luftdruck um 0,5 bis 1 bar erhöhen. Im Gegensatz zu Kompletträdern sollen Reifen ohne Felge stehend gelagert werden. TIP: Drehen Sie während des Winters von Zeit zu Zeit die Reifen, um Verformungen zu vermeiden. Bitte beachten Sie, dass der ideale Aufbewahrungsort für Reifen dunkel, trocken, kühl und nicht zu stark belüftet ist. Und auf keinen Fall sollten Reifen zusammen mit Chemikalien, Schmiermitteln oder Treibstoff gelagert werden.
Mehr Informationen zu Sommerreifen finden Sie hier.

Die Spritpreise sind so hoch wie noch nie! Was Sie tun können ausser einer angepassten Fahrweise?

In den letzten Jahren sind die Spritpreise regelmässig weiter nach oben gestiegen und die Autofahrer auf der Suche nach einem Ausweg. Was kann man machen? Weniger fahren, günstige Tankstellen suchen oder gleich ein Umweltauto kaufen? Das sind möglichweise Optionen aber keine allgemeinen Lösungen. Klar kennen wir alle die Kraftstoff sparendenden Tips wie z.B. die Fahrweise ändern, Kurzstreckenbetrieb des Autos vermeiden sowie den Reifenluftdruck regelmässig überprüfen etc.. Was kann man noch machen? Eine Möglichkeit, die von den Konsumenten bisher noch nicht so stark genutzt wird, sind die sogenannten “Leichtlauf-Reifen“. Diese Energie sparanden Reifen haben einen deutlich geringeren Rollwiderstand als herkömmliche Reifen und sorgen damit nicht nur für einen geringeren Spritverbrauch sondern auch für weniger Lärmbelästigung und einer längeren Lebensdauer. ADAC-Reifentests belegen, dass unterschiedliche Rollwiderstände einen Verbrauchs-Unterschied von bis zu 0,5 l/100 km bedeuten können, was bares Geld im Portemonnai der Verbraucher bedeutet. Mittlerweile werden die sogenannten “Umwelt-Reifen” von mehreren grossen Marken angeboten wie z.B. die Michelin “Energy Saver” oder die Pirelli Cinturato Familie welche zur “Green Performance” Line gehören.

Die Zukunft liegt ganz nah… Fahrerlose Autos!

Fahrerlose Autos? Das ist eine Art futuristische Fantasie, nicht wahr? Denken Sie noch einmal nach. Die fahrerlose Automobil-Technologie hat große Sprünge in den letzten Jahren gemacht – in den nächsten Jahren könnte sogar ein fahrerloser PKW direkt neben Ihnen fahren. Viele der dafür notwendigen Technologien werden heute bereits angewandt wie z.B. GPS, “Lane-Departure-Warning” Systeme und die Einparkhilfe.Laut dem “US National Highway Traffic Safety Association” (NHTSA), wurden durch abgelenktes Fahren ca. 5.474 Menschen in den USA im Jahr 2009 getötet, und diese Zahl steigt jedes Jahr weiter an. Obwohl autonome Autos noch “in den Kinderschuhen stecken”  werden wir in den nächsten Jahren in der Lage sein selber eins zu kaufen.

Ein fahrerloses Fahrzeug  – klingt spektakulär und mit dem grossen Potenzial viele, viele Unfälle zu vermeiden. Aber eine entscheidende Frage ist: Werden die Konsumenten die Technologie akzeptieren? Vielleicht nicht gleich am Anfang, aber innerhalb einiger Jahrzehnten, werden viele Konsumenten zurück blicken auf die Tagen an den Menschen selber fuhren und sich fragen “Warum wir uns solchen Gefahren tagtäglich ausgesetzt haben?”.

Denken Sie darüber nach. Bald werden Sie in der Lage sein, im Fahrersitz zu sitzen und Ihren iPad auf dem Weg zur Arbeit zu nutzen. Oder Sie rufen Ihr Auto an, um Sie am Flughafen abzuholen, so wie die Cowboys es zu tun pflegten, wenn sie nach ihren Pferde pfiffen.

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Infographic courtesy DanielRosen.com, Google autonomous vehicle pic courtesy Wikipedia Commons

Soll ich mein Auto im Winter waschen ?

Nicht nur für die allgemeine Optik sondern auch für den Werterhalt Ihres Fahrzeuges sorgen regelmässige Autowäschen. Ganz besonders im Winter wenn Schneematsch, Streusalz und Split  auf den Strassen liegen. Jeden Tag setzen sich diese Materialien tief in die Ritzen und Hohlräume von Fahrwerk und Karosserie. Dadurch können Gummidichtungen und Kunststoffteile stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Aus diesem Grund sollten Sie gerne Ihr Fahrzeug regelmässig in den Wintermonaten waschen inkl. Unterbodenwäsche. Aber ACHTUNG: Anschliessend mit gründlicher Trocknung sonst kann das Wasser in den Abläufen festfrieren.
Nichts desto trotz vertragen die meisten Autolacke Streusalz problemlos. Achten Sie nur darauf das sich das Salz nicht in einem zu dichten “grauen” Schleier auf dem Auto festsetzt denn dann haben die Kristalle eine ähnliche Wirkung wie Schmirgelpapier.

Individuelles Reifendesign

Künstlerisches Reifendesign war bis jetzt so gut wie unmöglich – das kann sich bald ändern dank eines neuen Verfahrens von Bridgestone. Das neue Druckverfahren des japanischen Unternehmens soll individuelle Drucke auf der Flanke von Reifen ermöglichen ohne das Gewicht zu erhöhen. Bisher wurde viel weisser Gummi verbraucht was zur Folge hatte, das Komfort und Verbrauch negativ ausfielen. Mit Hilfe dieser innovatioven Technologie lassen sich sogar kreative Kundendesigns auf den Reifen drucken. Der Marktstart ist bisher noch unklar.